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Fußbodenheizung, Wandheizung oder Wärme von der Decke: Was ist am besten?

Ob Wärmepumpe oder Solaranlage: Flächenheizungen sind ideal für ökologisch und ökonomisch sinnvolle Heizungen wie Wärmepumpe oder Solaranlage. Aber wohin damit? In die Wand, die Decke oder doch in den Fußboden?

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Fußbodenheizung: Der Klassiker für warme Füße

Bei der Fußbodenheizung werden die Heizschlangen meist im Estrich verlegt. Der Fußbodenaufbau dient somit als Wärmespeicher. Die Energie wird kontinuierlich abgestrahlt. Der hohe Anteil an Strahlungswärme fühlt sich gut an und spart Energie.

Das System ist allerdings etwas träge. Dreht man am Heizungsregler, dauert es, bis die Temperaturänderung im Raum spürbar wird.

Auch zum Kühlen kann die Fußbodenheizung eingesetzt werden, allerdings sind kalte Füße, selbst im Sommer, nicht jedermanns Sache.

Wandheizung: Schutz für die Bausubstanz

Sie wird im Normalfall an der Innenseite von Außenwänden montiert und schützt sehr gut vor feuchten Mauern und Schimmel. Weil die Rohrschlangen für das Heizungswasser meist knapp an der Wandoberfläche installiert werden, reagiert diese Art der Flächenheizung relativ schnell auf Temperaturänderungen. Vor die Heizwände dürfen allerdings keine Möbel gestellt werden, da sonst die Wärme nicht ungehindert abstrahlen kann.

Wandheizungsrohre können im Sommer mit kaltem Wasser beschickt werden und sind so eine wunderbar sanfte Möglichkeit, Räume ganz ohne Zugluft zu kühlen.

Klimadecke: Strahlend zur Idealtemperatur

Da die Luft unter der Decke kaum aufgewirbelt wird, verfügt die Klimadecke mit über 90 Prozent über den höchsten Anteil an Strahlungswärme. Die Heizelemente werden im Normalfall knapp hinter der Oberfläche der Decke montiert, damit die Heizung gut regelbar ist. Vor allem bei Montage unter unbeheizten Dachräumen muss man aber auf eine gute Dämmung achten.

Die Klimadecke eignet sich perfekt zum Kühlen. Sehr oft wird auch eine Kombination aus Wandrohren zum Heizen und Klimadecke zum Kühlen gewählt.

Sonderfall Betonkernaktivierung: Das Haus als Energiespeicher

Hier werden die Heizschlangen direkt in die Bausubstanz, also in den Beton der Decke oder des Fußbodens, gelegt. Weil Beton ein exzellenter Energiespeicher ist, wird die Temperatur, egal ob kuschelig warm oder erfrischend kühl, sehr lange gehalten, ohne dass neue Energie zugeführt werden muss. Das System arbeitet also sehr sparsam.

Schnelle Temperaturänderungen sind allerdings nicht möglich. Deshalb ist es sinnvoll, die Betonkernaktivierung in Räumen, wo die Temperatur schnell veränderbar sein soll, mit Heizkörpern zu kombinieren.